ERP Holzbau · Digitalisierung im Holzbau

Digitalisierung im Holzbau: wo Betriebe stehen und womit der Einstieg gelingt

Der Holzbau wächst, die Betriebe sind klein, Fachkräfte knapp. Digitalisierung heißt hier nicht Großprojekt, sondern: weniger suchen, weniger doppelt schreiben, früher wissen, was eine Baustelle kostet.

  • Läuft im Browser – Handy, Tablet, PC
  • Für Betriebe mit 5 bis 80 Beschäftigten
  • Daten in der EU

01 / Ausgangslage

Was Studien über die Digitalisierung in Handwerk und Bau zeigen.

Für den Holzbau allein gibt es keine eigene repräsentative Digitalisierungsstudie. Die nächstliegenden Erhebungen für Handwerk und Mittelstand zeichnen aber ein klares Bild.

89%

der Handwerksbetriebe sehen Digitalisierung als Chance

3,0

Schulnote, die sich das Handwerk selbst gibt

24,4%

der genehmigten Wohngebäude 2025 überwiegend aus Holz

~80%

der Holzbaubetriebe mit weniger als 10 Beschäftigten

Befund

Positive Haltung, zögerliche Umsetzung – vor allem in kleinen Betrieben.

Laut Bitkom-Studie „Digitalisierung des Handwerks“ 2025 sehen 89 Prozent der Handwerksunternehmen die Digitalisierung als Chance, geben sich selbst aber nur die Schulnote 3,0. Betriebe mit bis zu vier Beschäftigten kommen auf 3,2, Betriebe ab 20 Beschäftigten auf 2,1.

Gleichzeitig wächst der Holzbau: 2025 waren 24,4 Prozent der genehmigten Wohngebäude überwiegend aus Holz geplant, die Branche setzte 10,2 Milliarden Euro um – mit gut 12.000 Betrieben, rund 80 Prozent davon mit weniger als zehn Beschäftigten (Lagebericht Holzbau Deutschland 2026).

Alle Zahlen mit Einordnung: Publikation Digitalisierung im Bau- und Holzbauhandwerk und Holzbau in Deutschland 2026.

ThemaBefund
Cloud56 Prozent der Handwerksbetriebe nutzen Cloud Computing – die einzige Technologie mit Mehrheit (Bitkom 2025).
BIM18 Prozent im Bau- und Ausbaugewerbe (Bitkom 2025).
Hürde Sicherheit96 Prozent nennen Bedenken zu IT-Sicherheit und Datenschutz (Bitkom 2025).
Hürde Zeit72 Prozent haben „zu viel zu tun“, 69 Prozent nennen hohe Investitionskosten (Bitkom 2025).
Mittelstand BauDas Baugewerbe gibt im Mittelstand am wenigsten für Digitalisierung aus: 0,9 Milliarden Euro (KfW-Digitalisierungsbericht 2025, zitiert in P 04).

02 / Einstieg

Digitalisierung im Holzbau in sechs Schritten.

Nicht alles auf einmal: Wer mit den täglichen Reibungsverlusten anfängt, hat nach wenigen Wochen einen spürbaren Nutzen – und die Kolonne zieht mit.

1 · Reibung sammeln

Eine Woche lang notieren, wo gesucht, nachgefragt und doppelt geschrieben wird – im Lager, auf der Baustelle, im Büro.

2 · Ein Ort für Stammdaten

Artikel, Baustellen, Fahrzeuge, Geräte und Mitarbeiter einmal sauber anlegen – nicht in drei Tabellen.

3 · Material und Geräte buchen

Zuteilung per Scan statt Zuruf: Ab dann weiß das System, was auf welcher Baustelle liegt.

4 · Baustelle dokumentieren

Tagesbericht und Fotos auf dem Handy des Poliers – mit Wetter, Mannschaft und Mängeln.

5 · Kosten zusammenführen

Material, Stunden und Kilometer laufen je Baustelle auf. Die Nachkalkulation entsteht nebenbei.

6 · Büro entlasten

Angebot und Rechnung aus denselben Daten, E-Rechnung erzeugen, Prüffristen automatisch melden.

Den ausführlichen Fahrplan mit Praxisbeispielen lesen Sie im Blog: Digitalisierung im Holzbau – ein Fahrplan in sechs Schritten.

04 / Häufige Fragen

Fragen zur Digitalisierung im Holzbau.

Was bedeutet Digitalisierung im Holzbau?
Im Holzbau umfasst Digitalisierung zwei Welten: die Planung und Fertigung (CAD/CAM, Abbund, BIM), die in vielen Betrieben schon weit ist, und die Betriebsorganisation – Material, Baustellen, Geräte, Personal, Rechnung –, die oft noch auf Papier läuft. ERP Holzbau setzt bei der zweiten an.
Womit sollte eine Zimmerei bei der Digitalisierung anfangen?
Mit dem, was täglich Zeit kostet: meist die Frage, wo Material und Geräte sind, und der Tagesbericht. Beides lässt sich in wenigen Wochen umstellen und bringt sofort Nutzen.
Lohnt sich Digitalisierung auch für kleine Holzbaubetriebe?
Gerade kleine Betriebe haben kein Büro, das Zettel nacharbeitet. Eine Software, die im Browser läuft und nur die genutzten Bereiche kostet, senkt die Einstiegshürde. Die Bitkom-Studie 2025 zeigt, dass kleine Handwerksbetriebe sich digital deutlich schlechter einschätzen als größere.
Wie gehen wir mit Datenschutz und IT-Sicherheit um?
Achten Sie auf Betrieb in der EU, verschlüsselte Übertragung, tägliche Backups, Rollen und Rechte sowie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. ERP Holzbau erfüllt diese Punkte; Details stehen unter Sicherheit & Betrieb.
Gibt es Förderung für die Digitalisierung im Handwerk?
Förderprogramme ändern sich häufig und unterscheiden sich je Bundesland. Fragen Sie bei Ihrer Handwerkskammer und dem Förderprogramm Ihres Landes nach dem aktuellen Stand, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben – viele Programme verlangen den Antrag vor Projektbeginn.

06 / Nächster Schritt

Digitalisierung, die auf Ihrer Baustelle anfängt.

Eine Demo mit Ihren Artikeln, Ihren Baustellen und Ihrem Fuhrpark – in einer eigenen Demo-Umgebung, ohne Verpflichtung.