ERP Holzbau · Werkzeugverwaltung
Wer hat die Kettensäge – und wann ist sie zur Prüfung fällig?
Jedes Gerät bekommt eine Seriennummer und ein Etikett. Bei der Ausgabe wird gescannt – danach steht fest, auf welcher Baustelle oder in welchem Fahrzeug es ist und seit wann. Prüfungen tragen ihre Fälligkeit; eine Liste zeigt, was ansteht.
- Ausgabe per Scan mit dem Handy
- Prüfungen mit Fälligkeit
- Ohne Funk-Tracker am Gerät
01 / Geräte im Umlauf
Das teuerste Werkzeug ist das, das gerade niemand findet.
Maschinen wechseln die Baustelle, das Fahrzeug und die Kolonne. Die Liste im Büro wechselt nicht mit.
Gesucht wird am Telefon.
Drei Anrufe, bis klar ist, in welchem Transporter die Handkreissäge liegt. Am nächsten Tag beginnt die Suche von vorn.
Die Geräteliste pflegt niemand.
Eine Tabelle im Büro ist am Tag ihrer Erstellung richtig. Jede Ausgabe ohne Eintrag macht sie ein Stück falscher.
Die Prüfung fällt erst an der Plakette auf.
Ob die Elektroprüfung noch gilt, sieht man, wenn man das Gerät in der Hand hält – also zu spät, um den Prüftermin zu planen.
Am Ende der Baustelle fehlt etwas.
Was mit auf die Baustelle ging, weiß niemand vollständig. Also weiß auch niemand, was zurückkommen müsste.
02 / So funktioniert es
Ein Etikett, ein Scan, ein Standort.
Geräte sind in ERP Holzbau Artikel der Art „Betriebsmittel“. Sie werden wie Material gebucht – mit dem Unterschied, dass sie nicht verbraucht werden, sondern Bestand dessen bleiben, der sie gerade hat.


Ausgabe
Bei der Ausgabe scannen – der Standort ergibt sich.
Der Lagerist scannt das Ziel: Baustelle, Fahrzeug oder ein Objekt wie die Halle. Dann das Etikett des Geräts. Damit steht das Gerät im Bestand dieses Ziels.
- Trägerbestände: Je Baustelle, Fahrzeug und Objekt sehen Sie, welche Geräte dort liegen.
- Seit wann und von wem gebucht steht an jeder Bewegung.
- Rückgabe ist eine Rückbuchung ins Lager; erst dann verlässt das Gerät den Bestand der Baustelle.
- Stillgelegte Fahrzeuge und abgeschlossene Baustellen nehmen nichts mehr an.

Prüfungen
Überfällig, in 30 Tagen fällig, nie geprüft.
Zu jedem Gerät mit Seriennummer erfassen Sie Prüfungen mit Datum, Ergebnis und nächster Fälligkeit. Der Prüfplan legt je Gerätekategorie ein Intervall fest – daraus entsteht die Liste.
- Prüfarten: UVV, DGUV V3, Kalibrierung, Wartung – mit Verweis auf den Beleg.
- „Nie geprüft“ ist ein eigener Zustand: Neue Geräte ohne Prüfung tauchen ausdrücklich auf.
- Meldungen in der Anwendung für Termine der nächsten 30 Tage.
- Fälligkeiten je Monat als Übersicht, um Prüftermine zu bündeln.

Bestand
Großgerät einzeln, Kleinwerkzeug nach Menge.
Nicht jeder Hammer braucht eine Seriennummer. Sie entscheiden je Artikel, ob er einzeln oder als Menge geführt wird.
- Mit Seriennummer: Kettensägen, Nagler, Kompressoren, Stromerzeuger – jedes Stück mit eigener Spur.
- Als Mengenartikel: Bits, Zwingen, Gerüstrahmen, persönliche Schutzausrüstung.
- Rückverfolgung je Seriennummer: jeder Lagerplatz, jedes Fahrzeug, jede Baustelle, auf der das Gerät war.
03 / In der Praxis
Vom Etikett bis zur Prüfung in vier Schritten.
Der Einstieg gelingt mit den Geräten, die am häufigsten gesucht werden. Der Rest folgt, wenn der Ablauf sitzt.
Geräte anlegen
Gerät als Betriebsmittel anlegen oder aus dem Herstellerkatalog übernehmen, Seriennummern erfassen, Kategorie zuordnen.
Etikett drucken
Das System erzeugt je Seriennummer ein Etikett mit Code. Aufkleben – an eine Stelle, die auf der Baustelle sauber bleibt.
Bei Ausgabe scannen
Ziel scannen, Gerät scannen, ausgeben. Ab jetzt steht das Gerät im Bestand der Baustelle oder des Fahrzeugs.
Zurückbuchen und prüfen
Kommt das Gerät zurück, wird es ins Lager gebucht. Steht eine Prüfung an, wird sie mit Ergebnis und nächstem Termin erfasst.
04 / Umfang und Grenzen
Was diese Werkzeugverwaltung nicht ist.
Abgrenzung
Standort aus Buchungen, nicht aus Funksignalen.
Die Software weiß, wohin ein Gerät gebucht wurde. Sie weiß nicht, wo es physisch liegt, wenn niemand bucht.
- Keine Ortung: Es gibt keine GPS- oder Bluetooth-Tracker am Werkzeug und keine Anbindung an solche Systeme.
- Zuteilung an Orte, nicht an Personen: Ein Gerät steht bei einer Baustelle, einem Fahrzeug oder einem Objekt. Wer es ausgegeben hat, steht an der Buchung.
- Intervalle legen Sie fest: Die Software zeigt Fristen an, sie bestimmt sie nicht. Welche Fristen für Ihre Arbeitsmittel gelten, legen Sie als Arbeitgeber fest.
- Keine Prüfprotokolle nach Norm: Erfasst werden Datum, Ergebnis, Fälligkeit und der Verweis auf Ihr Protokoll – das Protokoll selbst erstellt die prüfende Person.
- Hintergrund zu Prüffristen mit Quellen: Publikation Dokumentation auf der Baustelle.
05 / Häufige Fragen
Fragen zur Werkzeugverwaltung.
Wird das Werkzeug per GPS oder Bluetooth geortet?
Welche Prüfungen lassen sich hinterlegen?
Legt die Software fest, wie oft geprüft werden muss?
Müssen wir jedes Kleinwerkzeug einzeln erfassen?
Brauchen wir besondere Etiketten oder Scanner?
Was passiert, wenn bei der Inventur ein Gerät fehlt?
06 / Weiterlesen
Mehr zu Geräten, Fuhrpark und Prüffristen.
Fuhrparkverwaltung im Handwerk
HU, UVV und Versicherung für Kran, LKW und Anhänger – in derselben Fälligkeitsliste.
LagerLagerverwaltung für die Baustelle
Material und Geräte in einem Bestand: Halle, Fahrzeug, Baustelle.
PublikationDokumentation auf der Baustelle
Prüffristen für Arbeitsmittel, Krane und Fahrzeuge – mit Quellen.
BlogBeiträge aus der Praxis
Werkzeugverwaltung, Prüffristen, Inventur – Themen für Lager und Werkstatt.
Vertiefung: Werkzeugverwaltung mit QR-Code · Betriebsmittelverwaltung · DGUV-V3-Prüfung · PSA-Prüfung
07 / Nächster Schritt
Nennen Sie uns fünf Geräte. Wir zeigen, wo sie stehen würden.
In der Demo legen wir Ihre Geräte mit Seriennummer an, geben sie per Scan aus und erfassen eine Prüfung – in einer eigenen Demo-Umgebung, ohne Verpflichtung.