Forschung · Künstliche Intelligenz · Algorithmen für den Holzbau
Modelle, die Holz verstehen. Und Menschen, die entscheiden.
SLLR Global entwickelt eigene Verfahren für die Fragen, die im Holzbau täglich Geld kosten: Verschnitt, Bestellmengen, Schwund, Baustellenfotos, Touren, Geräteausfälle. Alles auf dem unveränderlichen Bewegungs-Ledger der Plattform, alles auf eigener Infrastruktur in der EU, nichts ohne die Freigabe eines Menschen.
01 / Leitlinien
Eigene Modelle, eigene Infrastruktur, eigene Verantwortung.
Wir kaufen keine Blackbox ein und schicken keine Betriebsdaten an fremde Dienste. Jedes Verfahren wird für den Holzbau gebaut, auf Daten trainiert, die der Betrieb freigibt, und liefert eine Begründung mit, die ein Polier versteht.
Ledger als Wahrheit
Alle Modelle lernen aus unveränderlichen Bewegungen mit Urheber, Zeit, Charge und Baustelle. Keine geschätzten Bestände, keine nachträglich geglätteten Daten.
Vorschlag, nie Buchung
Ein Modell erzeugt einen Vorschlag mit Begründung und Unsicherheit. Gebucht wird erst, wenn ein Mensch bestätigt. Jede Annahme ist eine gewöhnliche, nachvollziehbare Bewegung.
Daten bleiben beim Betrieb
Training und Inferenz laufen in der EU auf Infrastruktur von SLLR Global. Daten eines Mandanten werden nur mit dessen Freigabe für gemeinsame Modelle genutzt – sonst bleibt es beim betriebseigenen Modell.
Erklärbar vor genau
Ein Bestellvorschlag nennt Baustellen, Saison und Lieferzeit. Eine Anomalie nennt die Bewegungen. Ein Verfahren, das sich nicht erklären kann, geht nicht in Betrieb – auch wenn es besser misst.
02 / Öffentlich · frei lesbar
Marktdaten und Studienlage zum Holzbau.
Zwei Forschungsberichte auf Basis öffentlicher Quellen – ohne Anmeldung, als Seite und als PDF. Alle frei lesbaren Dokumente stehen unter Publikationen.
Holzbau in Deutschland 2026: Holzbauquote, Markt, Betriebe, Nachwuchs
Die Holzbauquote steigt auf 24,4 Prozent – bei deutlich weniger Genehmigungen. Ein Überblick über Quote, Regionen, Betriebsgrößen, Umsatz, Kosten und Ausbildung auf Basis von Lagebericht, Gebäudereport und Bundeswaldinventur.
Digitalisierung im Bau- und Holzbauhandwerk: Stand, Hürden, Hebel
89 Prozent der Handwerksbetriebe sehen Digitalisierung als Chance, geben sich selbst aber nur die Note 3,0. Was vier aktuelle Studien über Nutzung, Hürden und Betriebsgröße zeigen – und warum es zu Suchzeiten und Materialverlusten keine belastbaren Zahlen gibt.
03 / Für freigeschaltete Konten
Sechs Verfahren. Ein Datenmodell.
Jeder Bericht beschreibt Problem, Modell, Lösungsverfahren, die Anbindung an die Plattform und den Bewertungsplan. Stand der Forschung, keine Produktzusage: Zahlen aus Pilotbetrieben werden erst nach Abschluss veröffentlicht, illustrative Beispiele sind als solche gekennzeichnet. Vollständige Berichte als PDF in der Plattform, Freischaltung durch SLLR Global.
Verschnittoptimierung für Abbund und Zuschnitt
Eindimensionales Zuschnittproblem für KVH, BSH und Latten mit Reststückverwertung. Spaltengenerierung gegen schnelle Heuristiken, Reststücke als Chargen mit Länge, Annahme als gewöhnliche Lagerbewegung.
Bedarfsprognose und dynamische Mindestbestände
Bekannter Bedarf aus Materialplänen plus statistischer Bedarf aus dem Bewegungs-Ledger: hierarchische Prognose mit Saison, Quantile für den Sicherheitsbestand, erklärbare Bestellvorschläge mit Lieferzeit.
Anomalieerkennung im Bewegungs-Ledger
Schwund, Zählfehler, Doppelbuchungen und Planabweichungen früh erkennen: fünf erklärbare Regeln als SQL-Sichten, darüber ein Isolation Forest je Betrieb. Kein Modell bucht – jede Meldung ist eine Frage an einen Menschen.
Bildverständnis für die Baustellenakte
Fotos der richtigen Nachweisart zuordnen, typische Holzbau-Mängel vorschlagen, Lieferscheine auslesen. Modelle laufen in der EU auf eigener Infrastruktur, keine Personenerkennung, Bilder verlassen die Plattform nicht.
Tourenplanung und Fahrzeugdisposition
Lieferungen an Baustellen mit Kranzeiten, Zeitfenstern und Fahrzeugeignung: VRPTW mit Einfügeheuristik und lokaler Suche, Fahrzeiten aus dem Routing der Karte, Buchung als Zuteilung, Ankunft per Geofence.
Vorausschauende Prüfung und Instandhaltung
Ausfallrisiko von Kranen, Staplern und Fahrzeugen aus Prüfhistorie, Fahrtenbuch und Einsatzorten: Überlebensanalyse mit erklärbaren Risikofaktoren. Gesetzliche Fristen bleiben die Obergrenze, Prüfungen werden nur vorgezogen.
04 / Roadmap
Vom Bericht zur Funktion – in dieser Reihenfolge.
Ein Verfahren geht erst in die Plattform, wenn es in Pilotbetrieben gemessen wurde und die Kennzahl aus dem Bericht erreicht ist. Termine sind Absichten, keine Zusagen.
Phase 1 · Regeln und Vorschläge
Erklärbare Grundlagen
- Anomalieregeln R1–R5 als Hinweise in Lager und Baustellenakte (FB 03).
- Zuschnittvorschlag mit Heuristik und Reststück-Chargen (FB 01).
- Bestellvorschlag mit Begründung aus bekanntem Bedarf und Saisonbasis (FB 02).
Phase 2 · Lernende Modelle je Betrieb
Messen, dann aktivieren
- Nachweisart aus dem Foto und Lieferschein-Auslesen (FB 04).
- Tourenvorschlag aus Ladeliste, Karte und Flotte (FB 05).
- Isolation Forest als zweite Schicht über den Regeln (FB 03), Quantilprognose (FB 02).
Phase 3 · Vorausschau
Risiken sehen, bevor sie kosten
- Dynamische Prüffälligkeiten und Werkstattliste (FB 06).
- Mängelvorschläge aus Bildern mit markiertem Bereich (FB 04).
- Betriebsübergreifende Modelle nur mit ausdrücklicher Freigabe der beteiligten Betriebe.
05 / Daten & Ethik
Was wir nie tun.
Keine Personenerkennung
Baustellenfotos werden nach Nachweisart und Mängeln ausgewertet. Menschen werden weder erkannt noch gezählt noch verglichen.
Keine Leistungsbewertung
Anomalien betreffen Bewegungen, nicht Mitarbeitende. Es gibt keine Rangliste von Personen und keine automatische Konsequenz.
Keine fremden Dienste
Weder Bilder noch Bewegungen noch Kundendaten werden an externe KI-Anbieter übermittelt. Training und Inferenz laufen in der EU.
Keine Verlängerung von Fristen
UVV, HU und DGUV-Prüfungen bleiben Mindestanforderungen. Modelle ziehen Prüfungen vor, sie verschieben sie nie nach hinten.
06 / Pilotbetriebe
Wir suchen Holzbaubetriebe, die messen wollen.
Pilotbetriebe erhalten die Verfahren vor der Veröffentlichung, entscheiden über die Nutzung ihrer Daten und bekommen die Auswertung ihres Betriebs. Voraussetzung ist ein laufender Mandant mit Bewegungs-Ledger seit mindestens drei Monaten.